Teil 1:

Digi­ta­li­sie­rung – Inno­va­ti­on – Dis­rup­ti­on. All die­se Begrif­fe sind zum All­tag gewor­den. Durch die­se und ande­re The­men ist die Welt stän­dig im Wan­del. Kein Geschäfts­mo­dell kann nach­hal­tig über­le­ben, ohne sich an Ver­än­de­run­gen anzu­pas­sen. Vor allem Tra­di­ti­ons­un­ter­neh­men müs­sen sich der Fra­ge stel­len, ob ihr Geschäfts­mo­dell in Zukunft durch Inno­va­ti­on bedroht wer­den könnte. 

Ver­än­de­run­gen gesche­hen heut­zu­ta­ge immer schnel­ler und häu­fi­ger. Wie gut konn­te Ihr Unter­neh­men auf die Coro­na-Kri­se reagie­ren? Wären prä­ven­ti­ve Maß­nah­men mög­lich gewe­sen? Wir müs­sen immer schnel­ler Wege fin­den uns anzu­pas­sen, um nicht von der Zeit über­holt zu wer­den. Charles Dar­win hat in sei­ner Theo­rie „Sur­vi­val of the fit­test“ unter ande­rem auf natür­li­che Selek­ti­on der Natur und Bio­lo­gie hin­ge­wie­sen, die bedingt, dass bes­ser ange­pass­te Spe­zi­es sich wei­ter fort­pflan­zen und so län­ger über­le­ben kön­nen. Was für den Men­schen gilt, lässt sich in die­sem Fall auch auf Unter­neh­men über­tra­gen: Unter­neh­men der glei­chen Bran­che sind alle von der­sel­ben Spe­zi­es. Natür­lich gibt es sie in ver­schie­de­nen Far­ben, Grö­ßen und Ver­hal­tens­wei­sen. Den­noch ist die Spe­zi­es, also die Bran­che, die glei­che. Eine ande­re Bran­che bedeu­tet auch eine ande­re Spe­zi­es – oft auch mit ver­schie­de­nen Arten von Unter­neh­men. Die natür­li­che Selek­ti­on sagt wei­ter­hin, dass schlech­ter ange­pass­te Spe­zi­es sich nicht gegen die bes­ser ange­pass­ten durch­set­zen kön­nen. In der Adap­ti­on heißt das, Unter­neh­men, die sich zum Bei­spiel nicht auf Kun­den­wün­sche anpas­sen, sich nicht gegen sol­che durch­set­zen kön­nen, die die glei­chen Kun­den­be­dürf­nis­se bes­ser befrie­di­gen. Somit ist es schwie­rig für die­se weni­ger ange­pass­ten Unter­neh­men zu über­le­ben und sie gelan­gen frü­her oder spä­ter in die Kri­se und ver­schwin­den vom Markt bzw. wer­den aus die­sem her­aus­ge­drängt. Die „stär­ke­ren“ Unter­neh­men hin­ge­gen wach­sen und sind deut­lich kri­sen­re­sis­ten­ter und resilienter.

Ver­än­dert sich nun aber der Lebens­raum bezie­hungs­wei­se die Natur, müs­sen sich auch die ver­schie­de­nen Arten und Spe­zi­es anpas­sen – das gilt auch für Unter­neh­men. Was vor ein paar Jah­ren noch ein inno­va­ti­ves Geschäfts­mo­dell war, kann heu­te schon durch eine dis­rup­ti­ve Inno­va­ti­on eines klei­nen Start-Ups ver­drängt wer­den oder durch digi­ta­le Pro­zes­se red­un­dant gewor­den sein. Unter­neh­men, die es ver­ste­hen sol­che Ver­än­de­run­gen für sich zu nut­zen, kön­nen so Wett­be­werbs­vor­tei­le gene­rie­ren. Ande­rer­seits kann es auch schnell pas­sie­ren, dass man den Sprung ver­passt und das eige­ne Geschäfts­mo­dell nicht mehr zukunfts­fä­hig ist. Das Ziel eines jeden Unter­neh­mens muss also sein, Ver­än­de­run­gen zu ver­ste­hen, zu akzep­tie­ren, sich dar­an anzu­pas­sen und sie für sich zu nutzen.

Lesen Sie in einem nächs­ten Bei­trag, wie VUCA Ihnen dabei hel­fen kann …