Bankenreporting

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Neue Anfor­de­run­gen an das Ban­ken­be­richts­we­sen gegen­über Unternehmensfinanzierern

Die Coro­na Pan­de­mie hat das Wirt­schafts­le­ben in Deutsch­land stark ver­än­dert und dies macht auch vor den Anfor­de­run­gen an das Ban­ken­be­richts­we­sen in der nähe­ren Zukunft kei­nen Halt. Wäh­rend es bis­lang für die Par­tei­en einer Unter­neh­mens­fi­nan­zie­rung mög­lich war aus den Wer­ten des abge­lau­fe­nen Geschäfts­jah­res im Ver­gleich zu den Vor­jah­ren eine rela­tiv zuver­läs­si­ge Pro­gno­se für die zukünf­ti­ge Unter­neh­mens­ent­wick­lung vor­zu­neh­men, ist dies nach der Pan­de­mie nicht mehr ohne wei­te­res möglich.

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Das Wich­tigs­te in Kürze

  • Die durch die Coro­na-Pan­de­mie ver­ur­sach­ten stei­gen­den Kapi­tal­diens­te und die Eigen­ka­pi­tal­be­las­tung zahl­rei­cher Bran­chen machen ein umfas­sen­de­res, kom­ple­xe­res und in die Zukunft aus­ge­rich­te­tes Ban­ken­re­por­ting unabdingbar
  • Dar­über hin­aus schrei­ben die geän­der­ten Bedin­gun­gen des StaRUG eine Pla­nung der Unter­neh­mens­ent­wick­lung für einen Pla­nungs­ho­ri­zont von min­des­tens 12, bes­ser 24 Mona­ten vor
  • Die inte­grier­te Unter­neh­mens­pla­nung mit Ergeb­nis­sen und Maß­nah­men zur Risi­ko­ver­mei­dung wird künf­tig das Kern­ele­ment der Finanz­kom­mu­ni­ka­ti­on dar­stel­len, wei­ter­hin muss das Ban­ken­re­por­ting durch die Geschäfts­lei­tung trans­pa­rent, kon­sis­tent und in regel­mä­ßi­gen Abstän­den erfolgen
  • Es ist zu erwar­ten, dass die Finanz­kom­mu­ni­ka­ti­on in Zukunft deut­lich kom­ple­xer sein wird. Zeit­na­he Aus­wer­tun­gen, eine inten­si­ve und offe­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on sowie eine inte­grier­te Pla­nung für zwei vol­le Geschäfts­jah­re ab dem Stich­tag wer­den von den Ban­ken künf­tig gefor­dert wer­den, um eine wei­te­re Unter­stüt­zung zu gewährleisten
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1. Die bis­he­ri­ge Art der Ban­ken­kom­mu­ni­ka­ti­on ist nicht mehr zeitgemäß

Ers­te Erhe­bun­gen der Wirt­schafts­aus­kunftei­en in Deutsch­land und bei Ver­tre­tern der Ban­ken zei­gen, dass auf­grund der Aus­wir­kun­gen der Coro­na-Pan­de­mie die Anfor­de­run­gen an die Kom­mu­ni­ka­ti­on der Kre­dit­neh­mer mit den Finan­zie­rern ab 2021 deut­lich anstei­gen wer­den. Bereits vor der Pan­de­mie haben die Finan­zie­rer gefor­dert, dass neben den ver­gan­gen­heits­ori­en­tier­ten Wer­ten aus den Jah­res- und Monats­ab­schlüs­sen auch eine Unter­neh­mens­pla­nung erstellt wird, wel­che die Unter­neh­mens­zu­kunft abbil­det. Die­se For­de­rung wur­de nicht von allen Kre­dit­neh­mern umge­setzt und so zeig­te sich als Aus­weg, der Ver­gleich der Ver­gan­gen­heits­wer­te in die Zukunft zu extrapolieren.

2. Stei­gen­der Kapi­tal­dienst in den nächs­ten Jahren

Es war das erklär­te Ziel der Regie­rung, die Fol­gen der Coro­na-Pan­de­mie für die Wirt­schaft mög­lichst zu ver­mei­den oder wenigs­tens zu mil­dern. Neben den Zuschüs­sen wur­den den Unter­neh­men Stun­dun­gen im Bereich der Sozi­al­ver­si­che­rungs­bei­trä­ge bzw. der Steu­ern gewährt. Über die För­der­ban­ken haben die kun­den­be­glei­ten­den Haus­ban­ken För­der­kre­di­te mit unter­schied­li­chen Lauf­zei­ten und Til­gungs­be­din­gun­gen gewährt.

Bereits vor der Kri­se war die Fremd­fi­nan­zie­rung ein fes­ter Bestand­teil der Unter­neh­mens­fi­nan­zie­rung, so dass die zusätz­lich gewähr­ten (För­der-) Kre­di­te wäh­rend der Coro­na-Pan­de­mie in jedem Fall zu einem Anstieg der Ver­schul­dung und zu einem zukünf­ti­gen Anstieg des Kapi­tal­dienst füh­ren wer­den. Die­se Ent­wick­lung wird erheb­li­che Aus­wir­kun­gen auf das Rating des Unter­neh­mens haben, da durch die­se Kre­di­te u.U. die im Kre­dit­ver­trag ver­ein­bar­ten finan­cial coven­ants nicht mehr ein­ge­hal­ten wer­den kön­nen und die kre­dit­ge­ben­de Bank dies zum Anlass neh­men kann Anpas­sun­gen (zusätz­li­che Sicher­hei­ten etc.) zu verlangen.

3. Eigen­ka­pi­tal­be­las­tung durch die Pandemie

In vie­len Unter­neh­men konn­te die Liqui­di­täts­si­tua­ti­on wäh­rend der Coro­na Pan­de­mie durch eine Viel­zahl von Zuschüs­sen aus den unter­schied­lichs­ten För­der­pro­gram­men sta­bi­li­siert wer­den. Dies ist aus der Sicht der Unter­neh­men posi­tiv zu bewerten.

Unge­ach­tet des­sen muss­ten die Unter­neh­men Ein­schrän­kun­gen aus meh­re­ren Infek­ti­ons­wel­len und zwei län­ge­ren Lock­down Pha­sen in den Jah­ren 2020 und 2021 über­ste­hen. Die damit ver­bun­de­nen, zum Teil sehr erheb­li­chen Rück­gän­ge der Umsät­ze führ­ten häu­fig zu ope­ra­ti­ven Ver­lus­ten in die­sen Geschäfts­jah­ren. Die Mode­bran­che z.B. muss­te gan­ze Kol­lek­tio­nen „abschrei­ben“, da die Lock­down-Pha­sen die gan­ze Ver­kaufs­sai­son andau­er­ten und die Waren in der nächs­ten Sai­son nicht mehr ver­käuf­lich waren.

In ande­ren Bran­chen muss­ten For­de­rungs­be­stän­de wert­be­rich­tigt wer­den, da die­se auf­grund der Aus­wir­kun­gen der Pan­de­mie als nicht mehr ein­bring­bar anzu­se­hen waren. Zeit­gleich zur Pan­de­mie haben sich Ver­füg­bar­kei­ten und Ein­kaufs­prei­se für ein­zel­ne Pro­dukt­grup­pen auf den natio­na­len und inter­na­tio­na­len Beschaf­fungs­märk­ten sehr stark nega­tiv ent­wi­ckelt. Ins­be­son­de­re im Pro­jekt­ge­schäft mit fes­ten Ver­trags­prei­sen konn­ten die­se Preis­ent­wick­lun­gen nicht mehr an die Kun­den wei­ter­ge­ge­ben werden.

Die Fol­ge aller die­ser geschil­der­ten Ereig­nis­se ist, dass die finan­zi­el­len Aus­wir­kun­gen sich nega­tiv im Jah­res­er­geb­nis und somit im Eigen­ka­pi­tal niederschlagen.

4. Kri­sen­früh­erken­nung und Kri­sen­ma­nage­ment als Pflicht des ordent­li­chen Kauf­manns (StaRUG)

Völ­lig los­ge­löst von der eigent­li­chen Pan­de­mie, aber in die­sen Zeit­raum fal­lend, hat der Gesetz­ge­ber in § 1 Unter­neh­mens­sta­bi­li­sie­rungs- und ‑restruk­tu­rie­rungs­ge­setz (StaRUG) die Ver­pflich­tung zur Imple­men­tie­rung von Früh­warn­sys­te­men noch ein­mal sehr deut­lich in das Pflich­ten­heft der Geschäfts­lei­ter der Unter­neh­men geschrieben.

§ 1 Kri­sen­früh­erken­nung und Kri­sen­ma­nage­ment bei haf­tungs­be­schränk­ten Unternehmensträgern

(1) Die Mit­glie­der des zur Geschäfts­füh­rung beru­fe­nen Orga­ne einer juris­ti­schen Per­son (Geschäfts­lei­ter) wachen fort­lau­fend über Ent­wick­lun­gen, wel­che den Fort­be­stand des Unter­neh­mens gefähr­den kön­nen. Erken­nen sie sol­che Ent­wick­lun­gen ergrei­fen sie geeig­ne­te Gegen­maß­nah­men und erstat­ten den zur Über­wa­chung der Geschäfts­lei­tung beru­fe­nen Orga­ne (Über­wa­chungs­or­ga­ne) unver­züg­lich Bericht. …

Grund­sätz­lich ist die­se Pflicht nicht voll­kom­men neu. Bereits in den ein­schlä­gi­gen Geset­zen für Unter­neh­men sind ver­gleich­ba­re Rege­lun­gen ent­hal­ten. Die Rege­lung des StaRUG rich­tet jedoch ein­deu­tig den Blick auf die Zukunft des Unter­neh­mens und schreibt der Geschäfts­füh­rung das früh­zei­ti­ge Erken­nen von bestands­ge­fähr­den­den Ent­wick­lun­gen in das Pflichtenheft.

Aus der Sicht des Gesetz­ge­bers ist die größt­mög­li­che Bedro­hung des Unter­neh­mens die Illi­qui­di­tät, wel­che sich in einer bereits ein­ge­tre­te­nen Zah­lungs­un­fä­hig­keit aber auch in Form der Über­schul­dung und der dro­hen­den Zah­lungs­un­fä­hig­keit in der Zukunft zei­gen kann:

  • Dro­hen­de Zah­lungs­un­fä­hig­keit nach § 19 InsO. Der Gesetz­ge­ber spricht von einer dro­hen­den Zah­lungs­un­fä­hig­keit, wenn in einem Pla­nungs­ho­ri­zont von 24 Mona­ten ab dem Stich­tag eine Zah­lungs­un­fä­hig­keit mit gro­ßer Wahr­schein­lich­keit ein­tre­ten wird.
  • Über­schul­dung nach § 18 InsO. Um zu beur­tei­len, ob eine Über­schul­dung im Sin­ne der Insol­venz­ord­nung ein­ge­tre­ten ist, muss die Unter­neh­mens­pla­nung die Ent­wick­lung der Liqui­di­tät für die nächs­ten 12 Mona­te aufzeigen.

5. Die Haupt­be­stand­tei­le der Finanzkommunikation

Hauptbestandteile der Finanzkommunikation Aus Krei­sen der Unter­neh­mens­fi­nan­zier wird ver­mehrt die For­de­rung nach einem umfäng­li­chen und auch für die Zukunfts­ent­wick­lung aus­sa­ge­fä­hi­gen Ban­ken­be­richts­we­sen laut. Die Ver­gan­gen­heits­be­zo­ge­nen Berich­te (G&V, Bilan­zen, betriebs­wirt­schaft­li­che Aus­wer­tun­gen etc.) wer­den auch zukünf­tig die Basis des Reportings sein. Die zeit­na­he Erstel­lung die­ser Unter­la­gen nach Abschluss eines Geschäfts­jah­res wird die Aus­sa­ge­kraft der Finanz­be­richt­erstat­tung erhö­hen. Kern­ele­ment der Ban­ken­kom­mu­ni­ka­ti­on wird in der Zukunft die Abbil­dung der Unter­neh­mens­zu­kunft im Rah­men einer inte­grier­ten Unter­neh­mens­pla­nung sein, wel­che einen Pla­nungs­ho­ri­zont von zwei vol­len Geschäfts­jah­ren im Anschluss an das lau­fen­de Geschäfts­jahr ent­hal­ten soll­te (sie­he Inte­grier­te Unter­neh­mens­pla­nung als Kern­stück). Ver­stärkt durch die Coro­na Pan­de­mie muss die Trag­fä­hig­keit der Geschäfts­mo­del­le auch in der Zukunft beant­wor­tet wer­den (sie­he Vali­die­rung des Geschäfts­feld­mo­dells und Risi­ko­ma­nage­ment). Neben den har­ten „Facts“ wer­den aber auch die Anfor­de­run­gen an die Regel­mä­ßig­keit der Kom­mu­ni­ka­ti­on mit den Ban­ken ver­stärkt wer­den. Eine trans­pa­ren­te, kon­sis­ten­te und regel­mä­ßig geführ­te Kom­mu­ni­ka­ti­on durch die Geschäfts­lei­tung wird nötig sein, um die Unsi­cher­hei­ten der Unter­neh­mens­zu­kunft schlüs­sig dar­stel­len zu können.

6. Vali­die­rung des Geschäfts­feld­mo­dells und Risikomanagement

Die Coro­na-Pan­de­mie und die damit ver­bun­de­ne Ver­än­de­rung des Kon­sum­ver­hal­tens der Ver­brau­cher hat wie ein „Brand­be­schleu­ni­ger“ auf die Fra­ge nach der Markt­fä­hig­keit ein­zel­ner Geschäfts­mo­del­le gewirkt. Nach der Pan­de­mie muss man­ches Unter­neh­men fest­stel­len, dass das bis­he­ri­ge Geschäfts­mo­dell ver­mut­lich in der Zukunft nicht mehr trag­fä­hig sein wird. Ins­be­son­de­re im Ban­ken­be­richts­we­sen und bei dem damit ver­bun­de­nen Aus­blick auf die zukünf­ti­ge Ent­wick­lung der Unter­neh­mens­ren­di­te wird der mone­tä­re Nach­weis zu erbrin­gen sein, dass das Geschäfts­mo­dell des Unter­neh­mens auch in der Zukunft markt­fä­hig ist und somit den Bei­trag für die Kapi­tal­dienst­fä­hig­keit des Unter­neh­mens leistet.

Das Ein­schät­zen, Doku­men­tie­ren und Bewer­ten der ver­schie­de­nen Risi­ken des Unter­neh­mens (Risi­ko­ma­nage­ment) ist eine wich­ti­ge und sehr kom­ple­xe Auf­ga­be für die Geschäfts­lei­tung und beginnt mit dem Erstel­len eines sog. „Risi­ko­ver­zeich­nis­ses“ für das jewei­li­ge Unter­neh­men. Wel­che tech­ni­schen, poli­ti­schen, wett­be­werbs­be­zo­ge­nen und mone­tä­ren Risi­ken für das jewei­li­ge Unter­neh­men von Bedeu­tung sein könn­ten, sind zu doku­men­tie­ren. Die Fra­ge der Ein­tritts­wahr­schein­lich­keit der auf die­se Wei­se doku­men­tier­ten Risi­ken muss je nach Kom­ple­xi­tät des Unter­neh­mens und des Risi­kos mit mathe­ma­ti­schen Metho­den oder mit dem unter­neh­me­ri­schen Sach­ver­stand vor­ge­nom­men wer­den. Die Ergeb­nis­se und die Maß­nah­men zur Risi­ko­ver­mei­dung wer­den in die inte­grier­te Unter­neh­mens­pla­nung übernommen.

7. Inte­grier­te Unter­neh­mens­pla­nung als Kernstück

Basie­rend auf den Ist-Wer­ten der Ver­gan­gen­heit ist die inte­grier­te Unter­neh­mens­pla­nung das Kern­stück des Ban­ken­be­richts­we­sens und wird zukünf­tig noch mehr an Bedeu­tung gewin­nen. Im Kern sam­melt die inte­grier­te Unter­neh­mens­pla­nung die Ergeb­nis­se aller Teil­pla­nun­gen des Unter­neh­mens (Pro­dukt­pla­nung, Geschäfts­feld­pla­nun­gen, Umsatz­pla­nung, Ein­schät­zung der mög­li­chen Unter­neh­mens­ri­si­ken, Inves­ti­ti­ons­pla­nung, Finan­zie­rungs­pla­nung etc.) ein und bil­det die dort jeweils geplan­te Unter­neh­mens­ent­wick­lung in Form einer

  • Ergeb­nis­pla­nung (Gewinn & Verlustrechnung)
  • Bilanz­pla­nung
  • Finanz­pla­nung / Liquiditätsplanung

ab, wobei die Pla­nun­gen von­ein­an­der abhän­gen bzw. auf­ein­an­der abge­stimmt sind. Jeg­li­che Ver­än­de­run­gen in den Teil­pla­nun­gen zei­gen sich in einer inte­grier­ten Pla­nung unmit­tel­bar in den o. g. Pla­nungs­er­geb­nis­sen. Im Sin­ne der Aus­sa­ge­kraft der Vor­aus­schau und den Anfor­de­run­gen des Gesetz­ge­bers im StaRUG soll­te die inte­grier­te Unter­neh­mens­pla­nung für zwei vol­le Geschäfts­jah­re erstellt werden.

Bestandteile der integrierten Unternehmensplanung

Die inte­grier­te Unter­neh­mens­pla­nung ist auch ein Werk­zeug, um nach einer sog. „ers­ten“ Pla­nungs­run­de früh­zei­tig zu erken­nen, dass auf Basis der der­zei­ti­gen Pla­nungs­prä­mis­sen die Ren­di­te- oder Liqui­di­täts­zie­le u.U. noch nicht erreicht wer­den. Die Ergeb­nis­lü­cke kann hier­mit berech­net wer­den und mit­tels zu defi­nie­ren­der Ertrags­stei­ge­rungs­maß­nah­men ide­al­wei­se recht­zei­tig geschlos­sen werden.

8. Finanz­kom­mu­ni­ka­ti­on

Es ist davon aus­zu­ge­hen, dass die Ban­ken und Unter­neh­mens­fi­nan­zie­rer die Anfor­de­run­gen an die Finanz­be­richt­erstat­tung in Sum­me deut­lich erhö­hen werden:

  • Die Jah­res­ab­schlüs­se und ver­gan­gen­heits­ori­en­tier­ten Aus­wer­tun­gen soll­ten sehr zeit­nah nach Abschluss des Aus­wer­tungs­zeit­raum erstellt werden
  • Ins­be­son­de­re unter dem Ein­druck der Coro­na-Pan­de­mie wer­den Dar­le­gun­gen zur zukünf­ti­gen Markt­fä­hig­keit des Geschäfts­felds und der Risi­ko­stra­te­gie von den Ban­ken erwartet
  • Die ope­ra­ti­ven Teil­pla­nun­gen sind in einer inte­grier­ten Pla­nung zusam­men­zu­fas­sen, die zwei vol­le Geschäfts­jah­re ab dem Stich­tag abbildet
  • Die Inten­si­tät und der Rhyth­mus der Kom­mu­ni­ka­ti­on der Geschäfts­lei­tung mit den finan­zie­ren­den Ban­ken wird sich erhö­hen, da die Finan­zie­rer sich in unkla­ren wirt­schaft­li­chen Zei­ten ein umfas­sen­des Bild über den Kre­dit­neh­mer machen müssen

9. Regel­mä­ßi­ges Reporting

Es ist zu erwar­ten, dass die Unter­neh­men zukünf­tig häu­fi­ger über den unter­jäh­ri­gen Geschäfts­ver­lauf und ins­be­son­de­re deren finanz­wirt­schaft­li­che Aus­wir­kung auf die Unter­neh­mens­pla­nung berich­ten müs­sen. Daher emp­fiehlt sich der Ein­satz einer gut struk­tu­rier­ten Finanz­be­richt­erstat­tung, wel­che leicht zu aktua­li­sie­ren ist, um die­sen Anfor­de­run­gen stets auch kurz­fris­tig gerecht wer­den zu können.

10. Fazit

Die Coro­na-Pan­de­mie und die geän­der­ten Rege­lun­gen des StaRUG haben die Anfor­de­run­gen an die Finanz­be­richt­erstat­tung ver­än­dert. Unter­neh­men, die auch wei­ter­hin von den Ban­ken unter­stützt wer­den möch­ten, müs­sen durch eine umfas­sen­de­re Kri­sen­früh­erken­nung die künf­ti­ge Markt­fä­hig­keit stär­ker unter Beweis stel­len. Dies setzt ein trans­pa­ren­tes, regel­mä­ßi­ges und kon­sis­ten­tes Ban­ken­re­por­ting vor­aus, wel­ches die inte­grier­te Unter­neh­mens­pla­nung als Kern­ele­ment beinhal­tet und für zwei vol­le Geschäfts­jah­re erstellt wer­den muss.

Bei der Finanz­be­richt­erstat­tung ste­hen Ihnen die Exper­ten von ple­no­via ger­ne zur Sei­te. Und auch bei der Vor­be­rei­tung auf das Kre­dit­ge­spräch mit der Bank und etwai­gen benö­tig­ten Unter­la­gen kön­nen wir Sie unterstützen.

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