Risikomanagement

Risikomanagement Beratung (Risk Management Consulting)

Im Rahmen der Risikomanagement Beratung wird der systematische und planvolle Umgang mit Risiken und verschiedenen externen Einflüssen frühzeitig in den Fokus gerückt. Dies ist seit dem 1. Januar 2021 mit dem Inkrafttreten des Gesetzes über den Stabilisierungs- und Restrukturierungsrahmen für Unternehmen (StaRUG) umso wichtiger geworden, da § 1 StaRUG die fortlaufende Risikofrüherkennung und ein frühzeitiges Krisenmanagement als Pflicht eines jeden Geschäftsleiters vorsieht. Mit einer umfassenden und professionellen Risikomanagement Beratung sorgen Sie auch in Zukunft für maximalen unternehmerischen Erfolg. Kontaktieren Sie uns an unseren Standorten in BerlinDüsseldorf oder Frankfurt für eine unverbindliche Erstberatung.

Risikomanagement Definition: Was ist Risikomanagement?

Risikomanagement (Risk Management) ist ein strategischer Prozess, der sich auf die systematische Identifikation, Analyse und Bewertung von Unternehmensrisiken konzentriert. Ziel ist es, potenzielle Risiken zu minimieren, indem geeignete Strategien entwickelt werden. Dabei wird das Risikomanagement direkt an den Unternehmenszielen und der Unternehmensstrategie ausgerichtet. Da Unternehmen sowohl internen als auch externen Einflüssen ausgesetzt sind, ist es entscheidend, Risiken frühzeitig zu erkennen, ihre Auswirkungen zu reduzieren und so die langfristigen Unternehmensziele zu sichern. Ein gutes Risikomanagement schützt vor finanziellen Verlusten und trägt zur Stabilität und Nachhaltigkeit des Unternehmens bei.

Überblick Risikomanagementprozess

Wie werden Risiken im Unternehmen identifiziert und bewertet?

Der Prozess des Risikomanagements unterteilt sich in unterschiedliche Phasen. Das Ziel der Risikoidentifikation ist die Risikofrüherkennung, d. h. das rechtzeitige Erkennen von existenzbedrohenden Ereignissen, wobei möglichst alle Bereiche, Ursachen und Objekte eines Unternehmens betrachtet werden.

  • Risikoidentifikation: Suche und Bestimmung aller Einzelrisiken sowie Bildung von Risikogruppen und -kategorien; Notwendigkeit von ausführlichen Informationen, um Risiken systematisieren, analysieren und bewerten zu können.
  • Risikobewertung: Ziel der Risikobewertung ist die von den identifizierten Risiken ausgehenden Gefahrenpotenziale transparent abzubilden und deren Wirkung aufzuzeigen. Dies geschieht im Rahmen der Risikomanagement Beratung durch die Analyse der Risikobedrohungen. Basis dieser Analyse ist die Definition von quantitativen und qualitativen Wesentlichkeitsgrenzen.
  • Risikoaggregation: Zusammenfassung aller Risiken in verschiedenen Klassen und Gruppen, um einen besseren Überblick über Risiken und verbundene Chancen sowie den Risikokapitalbedarf des Unternehmens zu erhalten.
Checkliste zur Risikoaggregation

Warum ist die Risikosteuerung ein Teil der Unternehmensführung?

Die Risikosteuerung ist ein zentraler Bestandteil der Unternehmensführung, weil sie sicherstellt, dass das Unternehmen nicht mehr Risiken eingeht, als es tragen kann. Ziel ist es, dass die Risikotragfähigkeit des Unternehmens jederzeit größer ist als der im Rahmen der Risikobewertung ermittelte Risikoumfang.

Risiken sollten daher nur eingegangen werden, wenn dem gegenüber ein angemessenes Ertragspotenzial besteht. Ist das Verhältnis zwischen Risiko und Ertrag negativ, muss die Unternehmensführung gezielt eingreifen. Dies geschieht durch geeignete Maßnahmen des Risikomanagements wie etwa durch den Abschluss von Versicherungen, die Anpassung von Geschäftsmodellen oder Vertragsstrategien.

Hierdurch wird das Risiko auf ein angemessenes und für das Unternehmen tragfähiges Maß reduziert. Im Rahmen der Risikosteuerung werden in einer ganzheitlichen Beratung Strategien zur Risikovermeidung, zur Risikoverminderung und zum Risikotransfer erarbeitet.

Immer wieder gibt es darüber hinaus nicht identifizierte Risiken. Diese können nicht bewusst gesteuert werden und erhöhen das Gesamtrisiko auf das Unternehmen.

Risikovermeidung, -verminderung und -transfer

Risikokontrolle und Berichterstattung als steuerndes Element

Die Risikokontrolle ist ein effizientes Steuerungswerkzeug zur Nachverfolgung und Dokumentation von Risiken.

Sie dient der Beurteilung von Effizienz und Wirksamkeit des Risikomanagements sowie zur Feststellung möglicher Verbesserungspotenziale (Dokumentation, Berichterstattung).

Die Risikoberichterstattung stellt dabei sicher, dass die Entscheidungsträger eines Unternehmens ihren Überwachungs- oder Entscheidungsfunktionen nachgehen können.

Bei Fragen oder für eine Beratung im Bereich Risikomanagement wenden Sie sich gerne vertrauensvoll an uns. Wir sind an unseren Standorten in Berlin, Frankfurt oder Düsseldorf gerne für Sie da.

Häufige Fragen und Antworten zum Thema Risikomanagement Beratung

Unternehmen sind sowohl internen und externen Risiken ausgesetzt. Zu den internen Risiken zählen unter anderem interne Prozesse und Strukturen sowie Entscheidungen von der Geschäftsführung. Interne Risiken lassen sich in organisatorische, personelle, technologische und finanzielle Risiken unterteilen. Externe Risiken wirken dagegen von außen auf das Unternehmen ein und entstehen z.B. durch wirtschaftliche, rechtliche und gesellschaftliche Veränderungen, die in der Regel nicht beeinflusst werden können.

Im Rahmen des Risikomanagements werden diese Gefahren systematisch identifiziert, analysiert, bewertet und überwacht. Leitlinien für den Umgang mit Risiken sind in der Norm ISO 31000 festgelegt.

Es wird zwischen 5 verschiedenen Phasen (Risikoidentifikation, Risikoanalyse, Risikosteuerung, Risikokommunikation und Risikoüberwachung) unterschieden:

  1. Risikoidentifikation: In der ersten Phase werden aktuelle und zukünftige Risiken gesammelt, die den Unternehmenserfolg gefährden oder Schäden verursachen könnten. Beispiele dafür sind Haftungsrisiken, Compliance-Verstöße, Lieferengpässe oder Marktveränderungen.
  2. Risikoanalyse und -bewertung: Die zweite Phase beschäftigt sich mit der Analyse und Bewertung der identifizierten Risiken. Dabei werden Fragen wie die Eintrittswahrscheinlichkeit und die Höhe der Auswirkungen berücksichtigt. Beliebte Methoden sind die Risikomatrix, die Delphi Technik, die SWIFT-Analyse (Structured What-If Technique) und die Monte Carlo Simulation.
  3. Risikosteuerung: Im Rahmen der Risikosteuerung geht es darum, Möglichkeiten zu finden, mit denen auf die entdeckten und bewerteten Risiken reagiert werden kann. Das können das Vermeiden, Vermindern, Überwälzen oder Selbsttragen von Risiken sein. Gleichzeitig können Chancen erkannt und auf sich verändernde Märkte reagiert werden.
  4. Risikokommunikation: Transparenz und Nachvollziehbarkeit sind im Risikomanagement essenziell. Daher sollten alle relevanten Stakeholder informiert und die Ergebnisse dokumentiert werden.

Risikoüberwachung und -kontrolle: Risikomanagement ist ein dauerhafter Prozess. Da sich die Risiken mit der Zeit ändern können, ist eine regelmäßige Überprüfung wichtig. Dabei können veränderte Bedingungen neu bewertet, die Wirksamkeit von getroffenen Maßnahmen überwacht und Frühwarnsysteme etabliert werden.

Grundsätzlich profitieren Organisationen jeder Größe und Branche von einem professionellen Risk Management Consulting. Besonders relevant ist die Risikomanagement-Beratung für Unternehmen, die regulatorischen Anforderungen unterliegen oder einem erhöhten Haftungsrisiko ausgesetzt sind. Hier kann eine frühzeitige rechtliche Begleitung entscheidend dazu beitragen, Bußgelder, Imageschäden oder wirtschaftliche Verluste zu vermeiden.

Ja, denn kleine Unternehmen verfügen in der Regel über weniger personelle, finanzielle und organisatorische Ressourcen. Risiken wie Lieferengpässe, Zahlungsausfälle oder Rechtsverstöße können daher schnell existenzbedrohend werden. Professionelle Beratung und eine kontinuierliche Überwachung und Kontrolle der Risiken können helfen, Schwachstellen zu erkennen, Schäden zu vermeiden und sich stabil und nachhaltig zu entwickeln.

„Wir helfen Ihnen frühzeitig Risiken zu erkennen und bei Planungen zu berücksichtigen.“

Dr. Utz Brömmekamp
Geschäftsführer

„Wir helfen Ihnen frühzeitig Risiken zu erkennen und bei Planungen zu berücksichtigen.“

Dr. Utz Brömmekamp
Geschäftsführer