Die Energiepreise sind in den letzten Monaten um ein Vielfaches gestiegen und werden dies vorausichtlich auch weiter tun. Gerade für energieintensive Unternehmen kann dies ernsthafte Folgen haben. Um diesem Trend entgegenzuwirken, sollten rechtzeitig entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden, bevor das Unternehmen in die Zahlungsunfähigkeit und damit vielleicht in eine Insolvenz rutscht.

Was ist zu tun?

1. Erste Hilfe – Kurzfristige Maßnahmen

Als erstes muss die Kostenstruktur des Unternehmens ganzheitlich geprüft werden. Hier geht es in erster Linie um Kosten, die ohne großen Aufwand kurzfristig eingespart werden können. Dabei ist es wichtig zu betonen, dass wirklich alle Bereiche durchleuchtet werden, damit keine Potentiale übersehen werden.

Sobald eine Übersicht vorhanden ist, sollten die „low hanging fruits“, also die Potentiale, die am schnellsten und mit geringem Aufwand durchzuführen sind, umgesetzt werden.

Wenn die Kostenkalkulation der Produkte im letzten Jahr noch richtig war, wird diese aufgrund der äußeren Einflüsse sehr wahrscheinlich nicht mehr aktuell sein. Daher sollte diese dringend überprüft und entsprechend angepasst werden um die Mehrkosten, durch z. B. erhöhte Strompreise, an die Kunden weiterzugeben, da ansonsten die eigenen Fixkosten nicht mehr gedeckt werden können und es ggf. zu Liquiditätsengpässen kommen kann.

Die Kunden sollten darüber vorab informiert und die Notwendigkeit der Preiserhöhung plausibel erläutert werden. Nur so kann sichergestellt werden, dass die Geschäftsbeziehungen zwischen den Kunden und dem Unternehmen aufrechterhalten werden können. Andernfalls droht eine Abwanderung der Kunden zur Konkurrenz.

2. Mittel- und langfristige Maßnahmen

Um mittel- und auch langfristig am Markt bestehen zu bleiben, müssen sich natürlich auch grundlegende Änderungsmöglichkeiten bzgl. der Energieversorgung überlegt werden. Wenn ein Wechsel zu anderen Energieformen möglich ist, sollte man dringend eventuelle staatliche Förderungsprogramme prüfen und ggf. und diese bei notwendigen Investitionen berücksichtigen. Wichtig dabei ist es auch, die Liefer- und Umbauzeiten, bei einer möglichen Umstellung zu berücksichtigen.

3. Geschäftsmodellinnovation-Workshop

Sollten alle zuvor getroffenen Maßnahmen zu einer negativen Fortführungsprognose führen, kann als letztes Mittel das derzeitige Geschäftsmodell überdacht werden. In einem Geschäftsmodellinnovation-Workshop werden mögliche neue Produkte, Vertriebs- oder Bezahlmodelle mit dem Unternehmen gemeinsam erarbeitet. Damit können bisher verborgende Potentiale ermittelt werden, um damit die Zukunft des Unternehmens zu sichern.

Wir von der plenovia haben Erfahrungen mit einer ganzheitlichen Überprüfung von Kostenstrukturen und mit der Entwicklung von innovativen Geschäftsmodellen. Wir unterstützen Sie gerne.

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