Das Thema Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung ist in aller Munde und die Beratung im Bereich Environment Social Governance (ESG) wird immer relevanter in der Restrukturierungs- und Sanierungsszene. Dr. Utz Brömmekamp, Geschäftsführer der plenovia, äußert sich zum Thema nachhaltiges Wirtschaften im Existenz Magazin mit folgendem Statement:

Sicherlich ist zu konstatieren, dass es gerade in der Sanierungsbranche und Krisenberatung in erster Linie um Liquiditätssicherung oder anderweitige Soforthilfe gehen dürfte und ESG nicht die erste Priorität eingeräumt wird.

Andererseits kommt man an dieser Thematik auch nicht mehr vorbei. Dabei kann ESG auch nicht mehr als Zukunftsthema bezeichnet werden. Es ist vielmehr in der Gegenwart längst angekommen. Nachhaltigkeit ist in aller Munde und macht auch nicht vor der Beratungsbranche halt. Dabei gilt es zu unterscheiden zwischen dem Einhalten eines gewissen ESG-Standards im eigenen Beratungsunternehmen, ohne den Aufträge etwa von Banken oder der öffentlichen Hand künftig nicht mehr zu erlangen sein mögen, und der Prüfung von ESG-Standards im Rahmen von Gutachtenerstellungen beim betroffenen Unternehmen. Ich könnte mir mittelfristig durchaus vorstellen, dass die Kriterien der ESG von einem „nice-to-have“  zu einem „must-have“ des unternehmerischen Wirkens führen könnten.“

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