Um neue Pro­duk­te erfolg­reich auf den Markt zu brin­gen, muss der Pro­zess von der Idee bis zum fer­ti­gen Pro­dukt kon­se­quent gesteu­ert wer­den. Für eine qua­li­fi­zier­te Bewer­tung einer Viel­zahl von Pro­dukt­ideen kön­nen die fol­gen­den Ansät­ze genutzt werden.

Die erfolg­rei­che Ein­füh­rung neu­er Pro­duk­te setzt die rei­bungs­lo­se Zusam­men­ar­beit der Berei­che Stra­te­gie, Ver­trieb, For­schung und Ent­wick­lung (F&E), Ein­kauf sowie Pro­duk­ti­on vor­aus. Ent­schei­dun­gen über Fort­füh­rung, Ände­rung oder Ein­stel­lung einer Pro­dukt­ent­wick­lung müs­sen struk­tu­riert vor­be­rei­tet und trans­pa­rent getrof­fen wer­den. Ein grund­le­gen­der Pro­zess für die Ent­schei­dung, wel­che Pro­dukt­ideen wei­ter­ver­folgt wer­den, kann mit­tels einer ein­fa­chen Sys­te­ma­tik struk­tu­riert werden.

1. Die Ziel­vor­ga­be für den Bereich Pro­dukt­ent­wick­lung wird anhand von Markt­ana­ly­sen und Kun­den­an­for­de­run­gen fest­ge­legt. Hier­bei wer­den aktu­el­le Mega­trends berück­sich­tigt und geprüft, ob eine Anpas­sung des Geschäfts­mo­dells des Unter­neh­mens erfor­der­lich ist.

2. Dar­aus ergibt sich die stra­te­gi­sche Aus­rich­tung. Ins­be­son­de­re wird her­aus­ge­ar­bei­tet, wel­che Allein­stel­lungs­merk­ma­le die Pro­duk­te auf­wei­sen sol­len und wie die­se dem Kun­den ver­deut­licht wer­den können.

3. In der Ideen­fin­dung wer­den meh­re­re Pro­dukt­ideen gene­riert, die die­se Anfor­de­run­gen erfül­len können.

4. In der Port­fo­li­o­ana­ly­se ent­schei­det sich, wel­che Ideen in Pro­jek­te umge­setzt werden.
Für jedes Ent­wick­lungs­pro­jekt wer­den Auf­wand, Kos­ten und Zeit­dau­er abge­schätzt und das Markt­po­ten­zi­al wird ana­ly­siert. Die Dar­stel­lung von Kom­ple­xi­tät in Form einer Matrix ver­ein­facht eine Priorisierung.

Das Bei­spiel zeigt einen rea­len Fall eines Her­stel­lers beschich­te­ter Gewebe.

5. Die viel­ver­spre­chends­ten Ent­wick­lungs­pro­jek­te wer­den prio­ri­siert, in die­sem Fall waren das Pro­jekt 3 (dop­pel­sei­ti­ge Kle­be­bän­der) und Pro­jekt 7 (Fas­sa­den­bahn).

6. Häu­fig sol­len bestimm­te Umsät­ze mit neu­en Pro­duk­ten erreicht wer­den. Anhand der Markt­po­ten­zia­le der ein­zel­nen Pro­duk­te kann beur­teilt wer­den, ob das Port­fo­lio aus­rei­chend ist, um die Zie­le zu erreichen.

7. Um eine rei­bungs­freie Umset­zung zu ermög­li­chen, müs­sen Ziel­vor­ga­ben und Ver­ant­wort­lich­kei­ten für Ein­zel­pro­jek­te defi­niert und die Res­sour­cen bereit­ge­stellt wer­den (Per­so­nal, Labor, Testanlage).

In der Umset­zung kann der Stand eines Ent­wick­lungs­pro­jek­tes mit­tels einer Check­lis­te rela­tiv ein­fach erfol­gen. Die fol­gen­de Check­lis­te wur­de anhand der Erfah­rung aus einer Viel­zahl von Pro­jek­ten erar­bei­tet. Von oben nach unten wer­den in der Check­lis­te im Ver­lauf des Ent­wick­lungs­pro­jek­tes immer genaue­re Infor­ma­tio­nen erfasst. Im Anfangs­sta­di­um kön­nen ein­zel­ne Ent­wick­lungs­pro­jek­te gut mit­ein­an­der ver­gli­chen wer­den und so die Prio­ri­tä­ten in der Bear­bei­tung ziel­ge­rich­tet gesteu­ert werden.

  Hauptrisiko
  Markt­grö­ße und Wachs­tum abgeschätzt
  Poten­zi­el­le Kun­den bekannt
  Wett­be­wer­ber bekannt
  Ziel­prei­se sind wettbewerbsfähig
  Pflich­ten­heft mit Kun­den abgestimmt
  Allein­stel­lungs­merk­ma­le bestimmt
  Mar­ke­ting­kon­zept definiert
  Ent­wick­lungs­kos­ten bestimmt
  Inves­ti­tio­nen bestimmt
  ROI bestimmt
  Pro­dukt­mus­ter erfül­len Kundenanforderungen
  Null­se­rie gefertigt
  Auf­trags­ein­gang für Serienproduktion
  Inves­ti­tio­nen in Pro­duk­ti­ons­an­la­gen getätigt
  Seri­en­pro­duk­ti­on gestartet
  Plan­um­satz im Markt erreicht
  Wett­be­werbs­re­ak­tio­nen wie geplant?

Die­se Hilfs­mit­tel zei­gen, dass es mög­lich ist, den Stand und die Chan­cen von neu­en Pro­duk­ten mit ein­fa­chen Ansät­zen zu beur­tei­len. Die viel­ver­spre­chends­ten Pro­dukt­ideen kön­nen so her­aus­ge­fil­tert wer­den. Ohne eine aus­rei­chen­de Steue­rung der Pro­dukt­ent­wick­lung besteht ein hohes Risi­ko, dass Per­so­nal­res­sour­cen und Kapi­tal bei der Bear­bei­tung nicht erfolgs­ver­spre­chen­der Ideen ver­schwen­det werden.

Wir hel­fen Ihnen gern dabei, Ihr Pro­dukt­port­fo­lio unter Berück­sich­ti­gung der stra­te­gi­schen Aus­rich­tung, Ihres Geschäfts­mo­dells und der aktu­el­len Markt­ge­ge­ben­hei­ten kri­tisch zu hin­ter­fra­gen und mit einem struk­tu­rier­ten Pro­zess Vor­schlä­ge für eine Opti­mie­rung aus­zu­ar­bei­ten. Wir beglei­ten Sie bei der Port­fo­li­o­ana­ly­se Ihrer Pro­dukt­ideen und unter­stüt­zen Sie bei der Beur­tei­lung, Prio­ri­sie­rung und Umset­zung von Entwicklungsprojekten.