Die sons GmbH ist eine Mar­ken­agen­tur aus dem All­gäu, die sich auf stra­te­gi­sche und krea­ti­ve Mar­ken­ent­wick­lung spe­zia­li­siert hat. Neben der Ent­wick­lung und Umset­zung von Cor­po­ra­te Iden­ti­ties lie­gen die Tätig­keits­schwer­punk­te der Agen­tur im Employ­er Bran­ding sowie der Krea­ti­on und Rea­li­sie­rung von digi­ta­len und klas­si­schen Kampagnen.

Ausgangssituation

Seit Län­ge­rem zeich­net sich ein Trend ab, dass grö­ße­re Unter­neh­men zuneh­mend inter­ne Mar­ke­ting­ab­tei­lun­gen auf­bau­en. Die­se Markt­ver­än­de­run­gen hat­ten bei der sons GmbH zu Umsatz­ein­bu­ßen geführt. Die Coro­na­pan­de­mie bewirk­te zudem einen deut­li­chen Auf­trags­rück­gang. Die­sem stan­den hohe Per­so­nal­kos­ten und betrieb­li­che Auf­wen­dun­gen gegen­über, wel­che schluss­end­lich finan­zi­el­le Schwie­rig­kei­ten des Unter­neh­mens herbeiführten.

Sanierungsansatz

Die sons GmbH führ­te ein Insol­venz­ver­fah­ren in Eigen­ver­wal­tung durch. Das Ver­fah­ren beglei­te­te die Unter­neh­mens­be­ra­tung ple­no­via gemein­sam mit der auf Sanie­rung und Restruk­tu­rie­rung von Unter­neh­men spe­zia­li­sier­ten Wirt­schafts­kanz­lei Bucha­lik Bröm­me­kamp. Der Schwer­punkt lag auf der Erar­bei­tung eines Sanie­rungs­kon­zepts. Die­ses struk­tu­riert unter ande­rem die Ent­schul­dung und defi­niert die erfor­der­li­chen Sanie­rungs­maß­nah­men, um das Unter­neh­men zu erhal­ten. Ins­be­son­de­re Maß­nah­men zur Ein­spa­rung in allen rele­van­ten Berei­chen wur­den iden­ti­fi­ziert und wei­test­ge­hend bereits umge­setzt: Sie rei­chen von Per­so­nal­kos­ten über die Anzahl und Grö­ße der Betriebs­stät­ten bis hin zum Vertriebsaufwand.

Erfolg

Die sons GmbH fokus­siert sich nach erfolg­rei­cher Sanie­rung wei­ter­hin auf die Fel­der der stra­te­gi­schen und krea­ti­ven Mar­ken­ent­wick­lung und bie­tet ihre Leis­tun­gen im Bereich Mar­ke­ting, Gra­fik Design sowie den neu­en Medi­en an. Kon­se­quent anzu­pas­sen war die Kos­ten­struk­tur der Agen­tur, um sich wirt­schaft­lich erfolg­reich auf­zu­stel­len. Trotz geziel­ter Ein­spa­run­gen soll aber auch in die Ent­wick­lung und Zukunfts­fä­hig­keit der Agen­tur inves­tiert wer­den, um den hohen Qua­li­täts- und Fle­xi­bi­li­täts­an­spruch der Kun­den zu erfüllen.

„Wie vie­le ande­re Unter­neh­men auch, waren wir gezwun­gen, auf ver­än­der­te Markt­be­din­gun­gen zu reagie­ren. Wir pla­nen für die Zukunft bewusst in klei­ne­ren Umsatz­di­men­sio­nen. Sicher war es für alle Betei­lig­ten ein schmerz­haf­ter Pro­zess mit vie­len Ein­schnit­ten. Aber auch in der Nach­be­trach­tung ist die eigen­ver­wal­te­te Insol­venz – in Anbe­tracht der Umstän­de – die rich­ti­ge Ent­schei­dung und führt uns zu einem in der Sum­me durch­weg guten Ergeb­nis”, erklärt sons-Geschäfts­füh­rer Tho­mas Stri­cker das Ver­fah­ren und ergänzt: „Die Sanie­rung haben wir nun erfolg­reich hin­ter uns gebracht. Wir sind froh, dass das deut­sche Rechts­sys­tem die­se Sanie­rungs­op­ti­on bie­tet. Durch die Aus­wir­kun­gen der schwe­ren Coro­na­kri­se wer­den in Zukunft sicher noch mehr Unter­neh­men die­se zwei­te Chan­ce durch die Eigen­ver­wal­tung nut­zen. Wir jeden­falls schau­en opti­mis­tisch in die Zukunft.“

„Gemein­sam ist es uns gelun­gen, die sons GmbH mit­tels des Eigen­ver­wal­tungs­ver­fah­rens sicher und erfolg­reich durch die schwe­re Coro­na-Kri­se zu füh­ren und zwi­schen­zeit­lich neu auf­zu­stel­len. Wich­tig war beson­ders die Anpas­sung der Unter­neh­mens­grö­ße an ver­än­der­te Markt­ge­ge­ben­hei­ten. Nun gilt es die begon­ne­nen Maß­nah­men kon­se­quent wei­ter­zu­füh­ren“, erklärt Fach­an­walt für Insol­venz­recht und Sanie­rungs­ex­per­te Phil­ipp Wol­ters von Bucha­lik Bröm­me­kamp Rechts­an­wäl­te und betont: „Her­vor­zu­he­ben ist auch, dass das Unter­neh­men ohne Kre­di­te und somit ohne eine erneu­te Ver­schul­dung aus­ge­kom­men ist.“