• Unter­neh­mens­be­ra­tung erhält erneut das Qua­li­täts­sie­gel der Wirt­schafts­zei­tung WiWo

Düs­sel­dorf. 05. Dezem­ber 2019. Die Unter­nehmens­beratung ple­no­via (bis 1.5.20 unter Bucha­lik Bröm­me­kamp Unter­neh­mens­be­ra­tung fir­mie­rend) hat auch in die­sem Jahr die Aus­zeich­nung „Best of Con­sul­ting“ in der Kate­go­rie Restruk­tu­rie­rung Mit­tel­stand der Zeit­schrift Wirt­schafts­wo­che erhal­ten. Für die Düs­sel­dor­fer Unter­neh­mens­be­ra­tung hält damit eine Erfolgs­se­rie an: Sie erhält das Qua­li­täts­sie­gel des Wirt­schafts­ma­ga­zins zum vier­ten Mal hin­ter­ein­an­der. WiWo ver­lieh in Düs­sel­dorf die begehr­ten Awards für die Bera­tungs­bran­che. Prä­miert wur­de von Jury das Sanie­rungs­kon­zept für die Düs­sel­dor­fer Stock­heim-Grup­pe, die sich im Rah­men einer Eigen­ver­wal­tung wie­der wett­be­werbs­fä­hig auf­stel­len konnte.

„Wir sind sehr stolz dar­auf, nun­mehr im vier­ten Jahr in Fol­ge mit dem Best of Con­sul­ting Award aus­ge­zeich­net wor­den zu sein; dies­mal in der Kate­go­rie Stra­te­gie, was wie­der ein­mal zeigt, dass Stra­te­gie­the­men häu­fig auch oder gera­de bei der Unter­neh­mens­sa­nie­rung eine gro­ße Rol­le spie­len. Bei Stock­heim ist es allen Betei­lig­ten gelun­gen, einen Geschäfts­zweig lukra­tiv zu ver­kau­fen, um den künf­ti­gen Fokus wie­der ganz auf das Kern­ge­schäft zu legen.“, erklärt Dr. Utz Bröm­me­kamp, Geschäfts­füh­ren­der Gesell­schaf­ter bei plenovia.

Der Man­gel an einer ganz­heit­li­chen Stra­te­gie, erheb­li­che Umsatz­ver­lus­te bei den Haupt­um­satz- und Erfolgs­trä­gern, feh­len­de Anpas­sung der Per­so­nal­struk­tu­ren an die redu­zier­ten Umsät­ze, sowie lau­fen­de und ste­tig anstei­gen­de Ver­lus­te in ein­zel­nen defi­zi­tä­ren Pro­fit-Cen­tern ent­zo­gen dem Unter­neh­men liqui­de Mit­tel. Restruk­tu­rie­rungs­be­darf, vor allem bezüg­lich der Hol­ding­struk­tur, und neue Kon­zep­te erzeug­ten eine abseh­ba­re Liqui­di­täts­lü­cke. Als Fol­ge der Liqui­di­täts­kri­se lag im Mai 2017 eine dro­hen­de Zah­lungs­un­fä­hig­keit vor. Unter Abwä­gung der mög­li­chen Hand­lungs­op­tio­nen wur­de für die fünf wesent­li­chen ope­ra­ti­ven Gesell­schaf­ten der Grup­pe der Sanie­rungs­weg im Rah­men der Insol­venz in Eigen­ver­wal­tung gewählt.

„Ein Tra­di­ti­ons­un­ter­neh­men in Fami­li­en­hand davon zu über­zeu­gen, eine Insol­venz in Eigen­ver­wal­tung zu bestrei­ten, ist nur mög­lich, wenn dies das bes­te Sanie­rungs­werk­zeug für die­se Situa­ti­on dar­stellt. Die – durch­aus ver­ständ­li­che – anfäng­li­che Skep­sis sei­tens der Beleg­schaft muss­te zügig in eine „jetzt erst recht“-Mentalität umge­lenkt wer­den. Teil­wei­se gegen­sätz­li­che Sta­ke­hol­der­in­ter­es­sen muss­ten aus­ta­riert wer­den. In die­sem kom­ple­xen Umfeld zwei M&A‑Prozesse erfolg­reich abzu­schlie­ßen, war eben­so her­aus­for­dernd. Gemein­sam mit dem Unter­neh­men haben wir hier­zu ein maß­ge­schnei­der­tes Kon­zept erar­bei­tet und die unter­neh­me­ri­sche Neu­aus­rich­tung auf einen guten Weg gebracht“, erklärt Sanie­rungs­ex­per­te Dr. Utz Bröm­me­kamp die Her­aus­for­de­run­gen des Verfahrens.

Da die Sanie­rungs­fä­hig­keit der Grup­pe als Gan­zes aus finan­zi­el­len Grün­den nicht bestand, muss­ten alter­na­ti­ve Stra­te­gien erar­bei­tet wer­den. Ein wesent­li­cher Schritt zur finan­zi­el­len Sta­bi­li­sie­rung von Stock­heim war der Ver­kauf von Unter­neh­mens­tei­len. Die Spar­te Sys­tem­gas­tro­no­mie mit den Gesell­schaf­ten Stock­heim (Hbf.-Köln) GmbH und Stock­heim Sys­tem­gas­tro­no­mie GmbH & Co. KG wur­de im Dezem­ber 2017 ver­äu­ßert. Die in bei­den Unter­neh­men beschäf­tig­ten rund 500 Mit­ar­bei­ter wur­den vom Käu­fer über­nom­men. Die Cate­ring­ak­ti­vi­tä­ten und die Mit­ar­bei­ter am Stand­ort in Ham­burg gin­gen eben­falls im Dezem­ber 2017 an einen Kon­kur­ren­ten über. Die dabei erziel­ten Kauf­prei­se flos­sen der STOCKHEIM GmbH & Co. KG zu und bil­de­ten die Basis, um den Insol­venz­gläu­bi­gern eine 100%-Quote zah­len zu können.

Inzwi­schen ist die Kri­se über­wun­den: Das Amts­ge­richt Düs­sel­dorf hat­te die Eigen­ver­wal­tungs­ver­fah­ren der Gas­tro­no­mie­grup­pe bereits im April 2018 auf­ge­ho­ben. Nach Auf­he­bung des Ver­fah­rens wur­de die ope­ra­ti­ve Sanie­rung des ver­blei­ben­den Kern­ge­schäfts erfolg­reich umge­setzt. Aus den Kauf­preis­über­schüs­sen konn­te die Durch­fi­nan­zie­rung der Sanie­rungs­pha­se der ver­blei­ben­den ope­ra­ti­ven Toch­ter Restau­ra­ti­ons­be­trie­be STOCKHEIM GmbH & Co. KG mit rund 120 Mit­ar­bei­tern sicher­ge­stellt wer­den. „In Zusam­men­ar­beit mit der Unter­neh­mer­fa­mi­lie ist es uns gelun­gen, das Kern­ge­schäft für die Gesell­schaf­ter-Fami­lie als wesent­li­che Ein­kom­mens­quel­le ohne Gesell­schaf­ter­bei­trag zu erhal­ten. Das Ergeb­nis stimmt mich sehr zuver­sicht­lich, dass Stock­heim in der Düs­sel­dor­fer Mes­se- und Event­gas­tro­no­mie wie­der eine füh­ren­de Rol­le ein­neh­men wird“, ist sich Dr. Bröm­me­kamp sicher.

Stock­heim ist eines von rund 40 Unter­neh­men, die die Unter­nehmens­beratung ple­no­via jedes Jahr inner­halb eines Eigen­ver­wal­tungs­ver­fah­rens beglei­tet. Es basiert auf dem Gesetz zur wei­te­ren Erleich­te­rung der Sanie­rung von Unter­neh­men (ESUG), das erst vor sechs Jah­ren in Kraft trat. Es stellt Unter­neh­men ein effek­ti­ves Ver­fah­ren zur Kri­sen­be­wäl­ti­gung bereit. Hier­bei han­delt es sich um eine Insol­venz ohne klas­si­schen Insol­venz­ver­wal­ter. Der Unter­neh­mer bleibt wei­ter­hin am Ruder und führt die Sanie­rung durch. Es bie­tet eine Viel­zahl von Effek­ten zum Liqui­di­täts­auf­bau. Die Unter­nehmens­beratung ple­no­via erhielt die Aus­zeich­nun­gen „Best of Con­sul­ting Mit­tel­stand“ in den Vor­jah­ren für die Sanie­run­gen des Möbel­her­stel­lers Wel­lemö­bel, des Bus­un­ter­neh­mens Pfeif­fer Rei­sen und Bäcke­rei­fi­lia­lis­ten Frischback-Gruppe.