Die Einschätzung der wirtschaftlichen Situation des Unternehmens ist für jeden Geschäftsführer oder Unternehmensleiter eine tägliche Herausforderung.
Der Gradmesser für die Beurteilung des Status quo ist letztlich die Liquidität des Unternehmens. Wenn zum Beispiel die Auszahlung der Löhne und Gehälter inklusive der Sozialversicherungsbeträge am Monatsende nicht mehr gewährleistet ist, muss der Geschäftsführer die gesetzlichen Vorgaben einhalten und gegebenenfalls einen Insolvenzantrag stellen.
Je früher der Geschäftsführer Informationen über die Liquiditätsentwicklung hat, desto besser kann er darauf reagieren. Auch die gesetzlichen Möglichkeiten sind umso umfangreicher, je früher erkannt wird, dass es zu einem späteren Zeitraum zu finanziellen Engpässen kommen kann.
Liquiditätslücke frühzeitig erkennen
Bei langfristigen Investitionen oder Projektfinanzierungen kann es bis zur Stellung der Schlussrechnung am Ende des Projekts zu Engpässen in der Liquidität kommen. Dies kann sogar so weit führen, dass in der Zeitspanne zwischen Geldausgang zur Projektfinanzierung und Geldeingang aus der Abschlags- und Schlussrechnung, das Risiko einer drohenden Zahlungsunfähigkeit in den Fokus rückt und alle rechtlichen Konsequenzen hieraus beachtet werden müssen.
Risiko Insolvenzantragspflicht
Gerade in solch finanziell schwierigen Perioden steht die Geschäftsleitung unter besonderem Druck. Denn sobald die insolvenzrechtlichen Voraussetzungen vorliegen, hat sie keinen Handlungsspielraum mehr. Sie ist gezwungen, die rechtlichen Pflichten einzuhalten und kann die Einreichung eines Insolvenzantrags dann nicht mehr abwenden.
In einer solchen Situation ist die Geschäftsleitung auf Planungstransparenz und eine realistische Markteinschätzung angewiesen, um auch das eventuell gefährdete Vertrauensverhältnis gegenüber Lieferanten und Banken wiederherzustellen.
Die Lösung: Eine fortlaufende Liquiditätsplanung als Basis für Unternehmensentscheidungen
Nur eine fundierte und zeitnahe Planung der Liquidität auf Basis einer entsprechend nachvollziehbaren Ertragsplanung für die unmittelbare Zukunft des Unternehmens gibt der Geschäftsleitung einerseits die Sicherheit, die gesetzten Planungsziele zu erreichen, und den externen Geldgebern andererseits die Gewissheit, ihr eingesetztes Kapital nicht zu verlieren.
Empfehlenswert ist es, die Liquiditätsplanung turnusmäßig zu aktualisieren, damit die aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in die Planungsprämissen einfließen können.
Unterstützung durch plenovia
Die plenovia kann Sie bei der Umsetzung kompetent beraten und begleiten. Wir stehen Ihnen gerne für Ihre Fragen zur Verfügung und freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.
