Der Begriff Kata stammt ursprünglich aus der japanischen Kampfkunst. Hier beschreibt es die ausführliche Festlegung von Bewegungsfolgen. Diese  werden durch stetes Üben so weit verinnerlicht, dass sie quasi automatisiert ausgeführt werden können. Im Management wird Kata als Methode verstanden, die Routinen im Denken und Handeln implementiert und somit der Prozessverbesserung dient.  Nachhaltige Wettbewerbsvorteile und langfristiges Überleben des Unternehmens werden sichergestellt, indem routinierte Schritte zur Entwicklung passender Lösungen auf unvorhersehbaren Wegen durchlaufen werden. Kata Management vermittelt die Fähigkeiten, die hinter der Lösung stehen.

Darüber hinaus wird Kata stetig auf allen Ebenen ausgeführt. Eine Besonderheit ist auch, dass Ziele bzw. Meilensteine nicht definiert werden, da stets auf die aktuellen Gegebenheiten reagiert wird und eine kontinuierliche Verbesserung der Prozessebene (und nicht etwa der Planungsebene) angestrebt wird. Daher kann Kata im Management auch flexibel in jeder Situation angewandt werden.

Es werden zwei verschiedene Arten von Kata unterschieden:

  • Verbesserungskata
  • Coachingkata

Verbesserungskata

Die Verbesserungskata ist eine situationsunabhängige Routine, um kreativ und gezielt von dem aktuellen Zustand zu einem neuen Zustand zu gelangen. Hierbei werden unter Berücksichtigung einer Vision

  • der aktuelle Zustand erfasst,
  • der nächste Zielzustand definiert sowie
  • mittels Iterationen Hindernisse bei der Zielerreichung aufgedeckt, die gelöst werden müssen.

Unternehmen, die Verbesserungskata anwenden, lernen, während sie versuchen einen Zielzustand zu erreichen und passen sich auf der Grundlage des Erlernten an. Es steht im Gegensatz zu Ansätzen, die versuchen, den Weg vorherzusagen und sich somit allein auf die Umsetzung konzentrieren.

Dieses Kata Management steht im Gegensatz zu Ansätzen, die versuchen, den Lösungsweg vorherzusagen und sich somit allein auf die Umsetzung konzentrieren.

Die Verbesserungskata beruht auf lebenslangem Lernen, wobei zwei Denksysteme des Gehirns kombiniert werden: das schnelle, unterbewusste System, welches Handlungen aus abgespeichertem Wissen reflexartig ausführt sowie das langsamere und bewusste Denksystem, das durch Ereignisanalyse neue Erkenntnisse gewinnt. Die Mitarbeitenden können hierbei mit Hilfe des Coachingkata diesen Prozess erlernen.

Coachingkata

Das Coachingkata beschreibt die Routine zum Erlernen der Verbesserungskata.

Es kann von Führungskräften angewandt werden, um Mitarbeitende zu unterstützen. Dabei sollen Selbstvertrauen, Zuversicht und Eigenmotivation gestärkt werden. Die Führungskraft fungiert also gewissermaßen als Coach für die Mitarbeitenden, eine vertrauens- und respektvolle Beziehung ist daher unabdingbar.

Die Basis des Coachingkata sind folgende vier Fragen, mittels derer sich dem Zielzustand angenähert wird:

  • Wie definiert sich der Ist- und wie der angestrebte Soll-Zustand?
  • Welche Aspekte können mich auf dem Weg zum Zielzustand behindern?
  • Welche Rückschlüsse und weiteren Schritte kann ich daraus ableiten?
  • Bis wann kann ich die ersten Ergebnisse erwarten und was wurde daraus gelernt?

Coachingkata ist darüber hinaus ein sinnvolles Instrument, um Lean-Management-Methoden effektiv einzusetzen, da Mitarbeitende das Streben nach stetiger Verbesserung bereits verinnerlicht haben.

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Sprechen Sie uns an! Gerne helfen wir Ihnen, mit Hilfe von Kata die passenden Methoden zum Aufbau eines schlanken Unternehmens bei Ihnen zu verankern!

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