Die Sanie­rung von Bau­un­ter­neh­men inner­halb einer Rege­l­in­sol­venz ist fast unmög­lich, da die Kun­den weit­rei­chen­de Kün­di­gungs­mög­lich­kei­ten haben und davon häu­fig Gebrauch machen.  Die recht­li­che Grund­la­ge hier­zu fin­det sich in § 8 (2) 1. VOB/B (Ver­ga­be- und Ver­trags­ord­nung für Bau­leis­tun­gen). In den von Bucha­lik Bröm­me­kamp beglei­te­ten ESUG-Ver­fah­ren in der Bau­wirt­schaft konn­ten aller­dings gegen­tei­li­ge Erfah­run­gen gemacht wer­den, wie die erfolg­rei­chen Sanie­rungs­ver­fah­ren Gott­fried & Puhl­mann, Voll­mer Bau und Remp­ke zei­gen. Auf der neu­en Sei­te http://bauinsolvenz-buchalik.de/ erfah­ren Bau­un­ter­neh­mer, wie sie ihr Unter­neh­men trotz der Beson­der­hei­ten der VOB sanie­ren können.

Damit die Sanie­rungs­maß­nah­men ihre Wir­kung auch tat­säch­lich ent­fal­ten kön­nen, muss der ope­ra­ti­ve Geschäfts­be­trieb in Form der Bau­vor­ha­ben mit mög­lichst weni­gen Ein­schrän­kun­gen wei­ter­ge­führt wer­den. Unmit­tel­bar nach Stel­lung eines Antrags besu­chen wir gemein­sam mit der Geschäfts­lei­tung die wich­tigs­ten Kun­den und erläu­tern den dor­ti­gen Ver­ant­wort­li­chen das Ver­fah­ren. Wir schaf­fen Ver­trau­en beim Auf­trag­ge­ber, dass das Bau­un­ter­neh­men die ver­trag­lich geschul­de­te Leis­tung inkl. der spä­te­ren Gewähr­leis­tung auch erfül­len wird. Die­ses Ver­trau­en ist die Grund­la­ge für die wei­te­ren Über­le­gun­gen auf Sei­ten des Auf­trag­ge­bers. Eine Kün­di­gung des Auf­trags durch den Auf­trag­ge­ber hat zur Fol­ge, dass er den aktu­el­len Leis­tungs­stand auf der Bau­stel­le genau ermit­teln muss, dass er für die Rest­lei­tung in der Regel wie­der eine Aus­schrei­bung nach VOB/A durch­füh­ren muss (zeit­li­che Ver­zö­ge­rung und zusätz­li­che Leis­tun­gen von Archi­tek­ten und Fach­in­ge­nieu­ren) und dass er Gefahr läuft, dass der nach­fol­gen­de Unter­neh­men für ein­zel­ne Teil­leis­tun­gen höhe­re Prei­se ver­langt und in der Regel die Gewähr­leis­tung ableh­nen wird.

Das ESUG-Verfahren ist auf eine Fortführung des Bauunternehmens ausgerichtet.

Das hat für alle Betei­lig­ten fol­gen­de Vorteile:

  • Die Bau­un­ter­neh­men, die wir durch eine Sanie­rung unter Insol­venz­schutzführ­ten, haben über 95% aller Bau­auf­trä­ge „nor­mal“ wei­ter­füh­ren können.
  • Öffent­li­che Auf­trag­ge­ber ertei­len den Bau­un­ter­neh­men wäh­rend des Ver­fah­rens wei­ter­hin neue Auf­trä­ge.
  • Mit­ar­bei­ter hal­ten wei­ter­hin zum Bau­un­ter­neh­men, da sie die gro­ße Chan­ce der Sanie­rung für das Bau­un­ter­neh­men und für den eige­nen Arbeits­platz erken­nen. Gera­de bei Bau­un­ter­neh­men mit Tra­di­ti­on und lang­jäh­ri­gen Beschäf­ti­gungs­dau­ern zahlt sich die gegen­sei­ti­ge Treue auch in der Kri­se aus.
  • Der Nach­un­ter­neh­mer bzw. der Lie­fe­rant erhält wei­ter­hin sei­nen Kun­den. Auch für die­se Grup­pe ist das bes­te Motiv für eine wei­te­re Zusam­men­ar­beit, dass dasBau­un­ter­neh­men nach der Sanie­rung wie­der ein ver­läss­li­cher und ren­ta­bler Kun­de ist.
  • Im Fal­le des ESUG-Ver­fah­rens für Bau­un­ter­neh­men erhal­ten die Nach­un­ter­neh­mer und Lie­fe­ran­ten eine Quo­te für ihre For­de­run­gen (vor Antrag­stel­lung), die im Durch­schnitt über den Quo­ten im Rege­l­in­sol­venz­ver­fah­ren lie­gen. Zudem wird die Quo­te sehr zeit­nah aus­be­zahlt. (Wei­te­re Infos im The­ma „Eigen­ver­wal­tung und Insol­venz­plan„)