Der sta­tio­nä­re Ein­zel­han­del gilt als Ver­lie­rer in der Corona-Krise.
Die aktu­el­le Coro­na-Pan­de­mie und die zur Bekämp­fung die­ser ergrif­fe­nen Maß­nah­men tref­fen beson­ders den deut­schen Mit­tel­stand hart. Um die Infek­ti­ons­zah­len wie­der auf ein nied­ri­ges Niveau zu brin­gen, hat die Bun­des­re­gie­rung umfang­rei­che Kon­takt­ver­bo­te und mas­si­ve Ein­schrän­kun­gen des öffent­li­chen Lebens beschlos­sen. Hier­durch sinkt die Nach­fra­ge und die damit ver­bun­de­nen Umsatz­ein­bu­ßen machen dem Ein­zel­han­del zu schaffen.

Durch das bun­des­wei­te Laden-Öff­nungs­ver­bot sind die Innen­städ­te gespens­tisch leer. Den Ein­zel­händ­lern feh­len Umsät­ze beson­ders von der Lauf­kund­schaft und damit liqui­de Mit­tel. Allein der ers­te Lock­down im Früh­jahr 2020 hat zu einem Umsatz­aus­fall des sta­tio­nä­ren Ein­zel­han­dels von 12,1 Mrd. Euro geführt. Bis dato konn­ten vie­le Unter­neh­mer durch den Rück­griff auf Erspar­nis­se gera­de so über die Run­den kom­men. Aber die Situa­ti­on spitzt sich immer wei­ter zu. Der Han­dels­ver­band Deutsch­land rech­net mit 50.000 Insol­ven­zen im sta­tio­nä­ren Ein­zel­han­del, die auf die Coro­na-Pan­de­mie bzw. die hier­aus resul­tie­ren­den wirt­schaft­li­chen Fol­gen, ent­ste­hen werden.

 Der Online-Handel als Gewinner in der Corona-Krise

Wäh­rend der sta­tio­nä­re Ein­zel­han­del mas­siv unter der Coro­na-Kri­se lei­det, ist der Online-Han­del der kla­re Gewin­ner der Pan­de­mie. Durch geschlos­se­ne Geschäf­te im Lock­down, ent­schei­den sich vie­le Kon­su­men­ten dazu, Arti­kel des täg­li­chen Bedarfs oder Mode online zu bestel­len. Hier­durch konn­te der Online-Han­del im ver­gan­ge­nen Jahr einen Zuwachs um 60% im Ver­gleich zu 2019 errei­chen. Der am stärks­ten wach­sen­de Bereich ist der Han­del mit Lebens­mit­teln. Nicht nur Essens-Lie­fer­diens­te, son­dern auch die Lie­fe­rung des wöchent­li­chen Lebens­mit­tel­ein­kaufs erfreut sich immer grö­ße­rer Beliebtheit.

Die Corona-Pandemie als Beschleuniger des Strukturwandels im stationären Einzelhandel

Sicher ist, dass die Coro­na-Pan­de­mie in vie­len tech­no­lo­gi­schen, gesell­schaft­li­chen und öko­mi­schen Berei­chen als Beschleu­ni­ger des Wan­dels dient. Aller­dings erlitt der sta­tio­nä­re Ein­zel­han­del bereits weit vor dem ers­ten Lock­down Umsatz­ein­bu­ßen. Durch die tech­no­lo­gi­sche Wei­ter­ent­wick­lung und die dar­aus resul­tie­ren­den Mög­lich­kei­ten hat sich das Kon­sum­ver­hal­ten der Men­schen in den ver­gan­ge­nen Jah­ren dra­ma­tisch ver­än­dert. Online-Händ­ler üben mas­siv Preis­druck auf den sta­tio­nä­ren Ein­zel­han­del aus. Denn die­se haben auf­grund ver­schie­de­ner Fak­to­ren, wie bspw. dem Weg­fall teu­rer Innen­stadt­mie­ten und gerin­ge­rer Per­so­nal­kos­ten, eine fle­xi­ble­re und nied­ri­ge­re Kos­ten­struk­tur als sta­tio­nä­re Händler.

Auf­grund der Pan­de­mie ist der sta­tio­nä­re Ein­zel­han­del gezwun­gen neu zu den­ken. Vie­le Händ­ler, die vor­her rein auf den Off­line-Han­del gesetzt haben, sind in den letz­ten zwölf Mona­ten auch auf digi­ta­len Platt­for­men wie zum Bei­spiel Online­shops, Markt­plät­zen oder den sozia­len Medi­en aktiv gewor­den und bie­ten ihren Kun­den digi­ta­le Kon­sum­mög­lich­kei­ten an.

Fazit

Sicher ist, dass die Coro­na-Pan­de­mie den sta­tio­nä­ren Ein­zel­han­del ver­än­dert, wie kei­ne ande­re Kri­se der ver­gan­ge­nen Jahr­zehn­te. Bereits jetzt gehen Exper­ten davon aus, dass das Geschäfts­mo­dell des sta­tio­nä­ren Ein­zel­han­dels, so wie wir es bis dato ken­nen, nicht mehr funk­tio­nie­ren wird. Grün­de hier­für sind, dass durch die Coro­na-Pan­de­mie und die zur Bekämp­fung ein­ge­lei­te­ten Maß­nah­men das Leben und damit letzt­lich auch das Ein­kaufs­ver­hal­ten der Men­schen ver­än­dern wird. Es ist davon aus­zu­ge­hen, dass der Coro­na-beding­te Wan­del von Kon­su­men­ten­wer­ten, Ein­stel­lun­gen und Ver­hal­tens­wei­sen lang­fris­tig sein wird. Es ist uner­läss­lich, dass die sta­tio­nä­ren Ein­zel­händ­ler sich die­ser Trans­for­ma­ti­on bewusst sind und zeit­nah Maß­nah­men ein­lei­ten, um wei­ter­hin wett­be­werbs­fä­hig zu bleiben.

Als Digi­ta­li­sie­rungs­ex­per­ten und erfah­re­ne Bera­ter des sta­tio­nä­ren Ein­zel­han­dels ste­hen wir Ihnen in Zei­ten des Wan­dels ger­ne zur Seite.

Die ple­no­via kann auf vie­le erfolg­rei­che Pro­jek­te mit nam­haf­ten Ein­zel­händ­lern zurück­schau­en, wel­che wir auf dem Weg ins digi­ta­le Zeit­al­ter beglei­ten durften.

Bei Fra­gen rund um die The­men Digi­ta­li­sie­rung und stra­te­gi­sche Aus­rich­tung, freu­en wir uns auf Ihre Kontaktaufnahme.